Aufbau eines Kompetenz- und Servicezentrums für Videotechnologie (Forschungsassistenzen II)

Die Arbeiten im Projekt umfassten folgende Bereiche:

  • Aufbau und Betrieb eines Videotechnik-Servicezentrums und eines Testlabors für Videokommunikation und Cross-Conferencing, die sich für Lehre und Weiterbildung in Hochschulen und Unternehmen eignen;
  • Entwicklung und Untersuchung von Anwendungsszenarien und Bussiness-Case-Lösungen für Audio-Video-Kommunikationssysteme;
  • Weiterentwicklung und Nutzung von Standards im Bereich der Videokonferenz- und Kompressionstechnologien der nächsten Generation.

In den ersten Projektmonaten waren in erster Linie Großkundenaufträge beim Projektpartner zu bearbeiten. Hierzu zählten Projekte wie z.B. eine komplexe Mehrpunkt-Kommunikationslösung für die Deutsche Presseagentur (dpa) und die Planung und Ausstattung einer neuartigen HDV-Videokonferenz-Lösung an vier Standorten für das Universitätsklinikum Charité. Weitere Einsatzgebiete waren die Beratung zu und Planung von Audio- und Videokonferenzlösungen, deren Lieferung und Inbetriebnahme, die Schulung der Anwender und Administratoren, der Betrieb einer entsprechenden Hotline, Service und Wartungsarbeiten, Videoübertragungs-Events, VideoNews sowie technische Workshops.

Hauptbestandteil der Projektarbeiten war die Eruierung einer HD-fähigen Videokonferenzumgebung auf Basis des H.323-Standards mit besonderem Augenmerk auf dem Funktionsumfang nach dem Stand der Technik sowie auf der Kompatibilität der Funktionen zwischen den Endgeräten.

Zur Mehrpunktfähigkeiten dieser Systeme mit externen Servern (Codian) wurden verschiedene Testreihen durchgeführt, in deren Ergebnis diverse Probleme in Bezug auf Bandbreite, Firewalls, Kompatibilität, Verschlüsselung sowie Nebenstellenidentifizierung entdeckt wurden. Dies lässt den Schluss zu, dass High-Definition-Konferenzsysteme noch kein Massenmarktprodukt sind und nur mit einer entsprechend qualifizieren Beratung als echte Infrastrukturlösung geplant und installiert werden können.

Im Rahmen der weiteren Forschungs- und Technologiearbeiten wurden u. a. folgende Arbeitsfelder untersucht:
  • Installation und Untersuchung Gatekeeper-Software in Verbindung zu den angebotenen Diensten im Deutschen Forschungsnetz (DFN);
  • Ausarbeitung und Konzeption von HDV-Konferenz-Lösungen;
  • Audioinstallationsplanung und digitale Übertragung;
  • Administration Mehrpunktkonferenzbrücke Codian und digitaler Videokonferenzrekorder;
  • Performancetests einer Mehrpunktkonferenz anhand der serverbasierten Spezialversion daViKo-Multipoint;
* Netzwerkstrom-Analysen;
* HDV über LAN;
* Video-Produktionen;
  • Streaming in heterogene Netze.

Projektlaufzeit

1.1.2006 - 31.12.2007

Projektleitung

  • Prof. Dr. Hans Cycon

Projektmitarbeiter/innen

  • Henrik Regensburg

Kooperationspartner

  • AVN Solution

Mittelgeber

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen

Förderprogramme

Europäischer Sozialfonds (ESF)