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Baukasten zum Workflow-Design von Prototyping-Methoden für die Ideation und Konzeption von Spiel-Systemen
Die Konzeption und die Entwicklung von Videospielen ist ein komplexes Arbeitsfeld, in welchem mittels verschiedener Methoden Design-Prozesse gesetzt und gesteuert werden müssen, welche die Produktentwicklung intendiert steuern. In den meisten Fällen reicht es hierbei jedoch nicht aus, standardisierte Methoden anzuwenden, da die Methodik der Prozess- und der Entwicklungssteuerung in Abhängigkeit von genauen Rahmenbedingungen, klaren Zielsetzungen und verfügbaren Ressourcen steht. Folglich trägt letztlich das Design eines Workflows, als Abfolge von individuellen, maßgeschneiderten Methoden entscheidend zur zielführenden Gestaltung des Produktes bei.

Jedes Unternehmen in der Spieleindustrie hat daher charakteristische Methodensets, Standards und Freiräume definiert, durch welche ihre Entwicklungsprozesse strukturiert werden. Dabei haben einzelne Teams zumeist unterschiedliche Herangehensweisen, basierend auf ihren Erfahrungswerten und der gruppendynamischen Aushandlung von Methoden und Vorgehensweisen.

Obwohl das Vorgehen der Entwicklung die Qualität, den Innovationsgrad und den Markterfolg eines Produktes maßgeblich beeinflusst, ist eine Forschungslandschaft, welche sich dediziert und dezidiert mit der konkreten Steuerung dieser Design-Prozesse im Bereich der Spieleentwicklung beschäftigt, faktisch nicht vorhanden: Wissenschaftliche Arbeiten in diesem Feld meiden das Thema oder vereinfachen es stark; Fachbücher raten eine Hand voll konkrete Methoden an, zumeist in Form von Anekdoten durch die Autoren: Wiederholte Ratschläge zum „Brainstorming“ sind symptomatisch für die Ratlosigkeit vieler Verfasser und zeigen einen Grundtenor auf, in einfache (weil bekannte) Lösungen zu flüchten. Zur Gestaltung eines Produktes ist immer eine Gestaltung der Prozessketten erforderlich, die zum Produkt hinführen. Der Gestalter steht hierbei vor der Aufgabe, Methoden anzupassen oder selbst zu entwickeln, um indirekt wie direkt das Produkt zu entwickeln. Diese Perspektive wirft ein neues Licht auf die Entwicklungsmethodik von digitalen Spielen, und beleuchtet einen blinden Fleck in der Forschungslandschaft rund um die Gestaltung von Spielsystemen.

Ziele der Vorhabens
Ziel dieses Projektantrages ist es daher, ein Set von Design-Werkzeugen zu entwickeln, zu elaborieren und zu evaluieren, mittels dessen Gestalter inspiriert und befähigt werden, Prototyping-Methoden auszuprobieren, anzupassen und neu zu generieren um einen Workflow zu entwerfen.

Die im Rahmen des Projektes zu entwickelnde Tool Box, soll den Gestalterinnen und Gestaltern ein breites Angebot an möglichen Methoden präsentieren und so- wie zur Methoden-Variation und zur Methoden-Neuschöpfung einladen. Hierzu werden Elemente analysiert, entwickelt und produziert, welche im Rahmen der Ideation, der Konzeption und der Planung digitaler Spiele und Spielsysteme behilflich sind. Diese Elemente ermöglichen dem Nutzer das Design eines maßgeschneiderten Prototyping-Workflow, welcher die gesamte Zeitspanne der Spielentwicklung begleiten kann.

Hintergrund
Die Konzeption und die Entwicklung von Videospielen ist ein komplexes Arbeitsfeld, in welchem mittels verschiedener Methoden Design-Prozesse gesetzt und gesteuert werden müssen, welche die Produktentwicklung intendiert steuern. In den meisten Fällen reicht es hierbei jedoch nicht aus, standardisierte Methoden anzuwenden, da die Methodik der Prozess- und der Entwicklungssteuerung in Abhängigkeit von genauen Rahmenbedingungen, klaren Zielsetzungen und verfügbaren Ressourcen steht. Folglich trägt letztlich das Design eines Workflows, als Abfolge von individuellen, maßgeschneiderten Methoden entscheidend zur zielführenden Gestaltung des Produktes bei. Jedes Unternehmen in der Spieleindustrie hat daher charakteristische Methodensets, Standards und Freiräume definiert, durch welche ihre Entwicklungsprozesse strukturiert werden. Dabei haben einzelne Teams zumeist unterschiedliche Herangehensweisen, basierend auf ihren Erfahrungswerten und der gruppendynamischen Aushandlung von Methoden und Vorgehensweisen. Obwohl das Vorgehen der Entwicklung die Qualität, den Innovationsgrad und den Markterfolg eines Produktes maßgeblich beeinflusst, ist eine Forschungslandschaft, welche sich dediziert und dezidiert mit der konkreten Steuerung dieser Design-Prozesse im Bereich der Spieleentwicklung beschäftigt, faktisch nicht vorhanden: Wissenschaftliche Arbeiten in diesem Feld meiden das Thema oder vereinfachen es stark; Fachbücher raten eine Hand voll konkrete Methoden an, zumeist in Form von Anekdoten durch die Autoren: Wiederholte Ratschläge zum „Brainstorming“ sind symptomatisch für die Ratlosigkeit vieler Verfasser und zeigen einen Grundtenor auf, in einfache (weil bekannte) Lösungen zu flüchten. Zur Gestaltung eines Produktes ist immer eine Gestaltung der Prozessketten erforderlich, die zum Produkt hinführen. Der Gestalter steht hierbei vor der Aufgabe, Methoden anzupassen oder selbst zu entwickeln, um indirekt wie direkt das Produkt zu entwickeln. Diese Perspektive wirft ein neues Licht auf die Entwicklungsmethodik von digitalen Spielen, und beleuchtet einen blinden Fleck in der Forschungslandschaft rund um die Gestaltung von Spielsystemen.
gt:toolbox | Brandhorst | 2014

Projektlaufzeit

1.1.2015 - 31.12.2015

Projektleitung

Mittelgeber

Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) der HTW Berlin