Jernverksmuseum (Jernverksmuseum)

Im Mittelpunkt des Projektes stand das Hammerwerk des Jernverksmuseum im südnorwegischen Tvedestrand, dessen historische Holzkonstruktion durch eindringende Nässe und hohe Feuchtigkeit akut gefährdet schien. Der Zustand des massiven Holzes wurde mit Hilfe von exakten Daten eruiert, außerdem Möglichkeiten der Festigung und Ergänzung ausgelotet. Ein Bohrwiderstandsprofil wurde erstellt, Fäulnis und Schimmel analysiert und kartiert. Im Rahmen einer Diplomarbeit konnte mittels Gipsabguss lasertechnisch eine passgenaue, die notwendigen Lasten aufnehmende Holzergänzung für eine durchgefaulte Stütze hergestellt werden. Studierende der Umweltverfahrenstechnik erfassten die Klimadaten und entwarfen ein Konzept für eine klimatische Regulierung in dem luftigen Gebäude.

Das Hammerwerk gehört zu einem Eisenwerk, in dem seit 1574 bei Arendal und seit 1665 bei Tvedestrand Eisenerz verhüttet wurde. Elegante Empire-Öfen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und hochwertiger Spezialstahl waren von dem Werk bekannt. Seit 1959 stillgelegt repräsentiert es heute in einmaliger historischer Qualität das Zeitalter der Manufakturen und wird in Norwegen als ein bedeutendes technische Denkmal eingestuft.

Projektlaufzeit

1.4.2002 - 31.8.2005

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Prof. Dr. W. Unter, Fachhochschule Eberswalde
  • Prof. Dr. A. Unger, Rathgen-Forschungslabor

Mittelgeber

Naes Jernverksmuseum, Tvedestrand (Norwegen)