Digitalisierung, neue Lehrformen und Bewertungen für die Studieneingangsphase (DiLeBeSt)

Das im Sinne diversitätssensibler Lehre und im Sinne der Digitalisierung der Hochschullehre (laut Studierendenbefragungen) gelungene Lehrkonzept der Grundlagenvorlesung Werkstofftechnik 1 soll (auch auf Wunsch von Studierenden) auf den Kurs Werkstofftechnik 2 im 2. Semester MB übertragen werden.
Ziel des Konzepts ist, alle Studierenden gleichermaßen in die Lehre einzubeziehen, selbstgesteuertes und nachhaltiges Lernen anzuleiten und Lernräume zu schaffen, die sich an den individuellen Bedürfnissen Lernender orientieren, um mehr Freude am Lernen zu wecken, eine gute Lernatmosphäre zu ermöglichen und die Studienmotivation zu erhöhen. Lernmaterialien sollen orts- und zeitunabhängig (barrierefrei) zur Verfügung stehen, ausgewählte Werkstofftechnik-Inhalte werden zum Teil zusätzlich aber auch teilweise ausschließlich als online-Lerneinheit angeboten. Vor allem Studierende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, wählen online-Lerneinheiten, da beispielsweise die Sprachgeschwindigkeit hier keine Rolle spielt und sie gemeinsam in ihren Lerngruppen arbeiten können.

Um den Einsatz von digitalen Lernmedien und Video in der Lehre qualitativ und quantitativ zu fördern und diesen in ein blended learning Konzept für die Lehrveranstaltung Werkstofftechnik 2 (2. Semester Bachelor, Maschinenbau) zu überführen, sind folgende Maßnahmen geplant:

  1. Auswahl, Entwicklung und Erstellung von Filmformaten und -formen (sowie Lightboard-Lernvideos), die das Erreichen des Kurs-Lernziels WT 2 begünstigen. Das bestehende Portfolio für die Veranstaltung Werkstofftechnik 1 soll hier um Themen des 2. Semesters erweitert werden. Hierbei wird der peer-to-peer Ansatz verfolgt (Lehrmaterialienerstellung unter Einbeziehung von Lernenden).
  2. Alle Filme sollen transkribiert und so entlinearisiert werden. Eine Indizierung der Videos mit einer textbasierten Suchfunktion bietet bspw. hinsichtlich Barrierefreiheit und Erschließung der Inhalte von Lehrfilmen völlig neue Möglichkeiten. Videos müssen nicht mehr linear rezipiert werden und können zudem inhaltlich miteinander verknüpft werden. Das bedeutet, dass Studierenden Lehrfilme anhand der Eingabe von Fachbegriffen und Suchkriterien angeboten werden.
  3. Ergänzung der Mikrolektionen mit integrierten Lernstandtests in Moodle zu ausgewählten Schwerpunktsthemen höherer Semester. Diese bauen nicht notwendigerweise aufeinander auf, sondern sind selbständig abgeschlossene Lerneinheiten, die jederzeit beliebig miteinander kombiniert, hinzugefügt oder ausgelassen werden können. Die notwendigen Recherchearbeiten sowie die Erstellung in Moodle erfolgt ebenfalls im peer-to-peer Ansatz.
  4. Ausgewählte Lehrfilme sollen in das an der HTW Berlin und in Moodle integrierte H5P-Format überführt und um Selbstkontrollfragen ergänzt werden. Hier werden Lernstandergebnisse mit denen abgeglichen, die nach dem Lernprozess mit Lehrfilmen ohne Kontrollfragen erzielt wurden. Die Frage: Wie wichtig sind begleitende Lernanleitungen und konkrete Fragestellungen hilfreich für einen Lernerfolg? sollte evaluiert werden.

Projektlaufzeit

1.2.2020 - 31.7.2022

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Team für digitales Lernen der HTW Berlin
  • QiO
  • NEU: LSC Lehrenden-Service-Center der HTW Berlin

Mittelgeber

HTW Berlin Lehrinnovationsfonds