Mythos Fridericus. 200 Jahre Rezeptionsgeschichte Friedrichs des Großen (Mythos Fridericus)

Anlass für die Initiierung des Forschungsprojekts ist die Tatsache, dass im Jahre 2012 der 300ste Geburtstag Friedrichs des Großen Anlass zu zahlreichen Events und Veröffentlichungen bieten wird. Anders als diese zum überwiegenden Teil bereits angekündigten Aktivitäten widmet sich dieses Projekt nicht dem historischen Friedrich, sondern dem, was man heute wohl das Image des preußischen Königs in den 200 Jahren nach seinem Tod nennen könnte.
Ausgangspunkt ist die Feststellung, dass Friedrich der Große mehr und länger als jede andere vergleichbare Person im historisch-politischen Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit präsent blieb und präsent gehalten wurde. Überdies war es möglich, dass politische Gruppen, deren Grundannahmen einander ausschlossen, sich für die historische Legitimation eben dieser diametral entgegengesetzten Grundannahmen glaubten, auf Friedrich den Großen als Gewährsmann berufen zu können.
Das Forschungsprojekt untersucht Zeugnisse der bildenden Kunst, der Literatur, der politischen Publizistik und Propaganda, der Trivialpublizistik, der Werbung und der Alltagskultur. Ziel ist zum einen eine umfassende Darstellung der Bedeutung, die das Image Friedrich des Großen in der deutschen politischen Kultur des 19. und des 20. Jahrhunderts hatte. Zum anderen soll darüber hinaus am konkreten Beispiel deutlich gemacht werden, wie politische Mythen produziert und rezipiert werden. Erwartet wird ein Beitrag zur politischen Imagologie. Geplant sind eine internationale Wissenschaftliche Konferenz und einige Veröffentlichungen.

Projektlaufzeit

1.5.2008 - 30.4.2012

Projektleitung

  • Prof. Hans Wilderotter

Kooperationspartner

  • Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Potsdam; Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Mannheim

Mittelgeber

Land Brandenburg