Curriculum Innovation Hub

Basierend auf der langjährigen Erfahrung der HTW mit digitaler Lehre sollen blended Curricula zur neuen Hochschulnormalität werden und das volle Potenzial digitaler Lehre zu nutzen. Im Rahmen des Curriculum Innovation Hubs werden verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen sowie innovative didaktische Konzepte entwickelt, welche den Erfolg von blended Curricula unterstützen. Zielsetzung: Konkretes Ziel ist die Weiterentwicklung der Curricula, indem die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie genutzt und weiterentwickelt sowie die Kombination von Präsenz- und digitaler Lehre als neue Hochschulnormalität etabliert werden. Das Projekt besteht aus Teilprojekten, die gezielt an Schnittstellen zwischen zwei Fachbereichen bzw. Organisationseinheiten angesiedelt sind und jeweils durch einen Curriculum Coach unterstützt werden.

Die vier Teilprojekte an den Fachbereichen beschäftigen sich mit:

  • Innovativen digitalen MINT Curricula: Fachbereiche 1 & 2
  • Studieren in individuellem Tempo: Fachbereiche 3 &4
  • Mixed Reality und Co-Creation für multiple Lernszenarien: Fachbereiche 4 & 5
  • Innovatives Lernraumdesign: Fachbereiche 2 & 5

Zusätzlich wird das Projekt noch durch die Bereiche Community Building (Lehrenden-Service-Center), elektronische Prüfungen (Hochschulrechenzentrum & Lehrenden-Service-Center) sowie Wirkungsanalyse und Evaluation (Lehrenden-Service-Center & Hochschulentwicklung und QM) auf Organisationsebene ergänzt.

Das Projekt läuft von August 2021 bis einschließlich Juli 2024 und wird durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Rahmen der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ gefördert.

Innovative MINT Curricula (Teilprojektleitung Prof. Andreas Zeiser & Prof. Frank Burghardt):

Da einige der Studiengänge an der HTW einen Schwerpunkt in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik haben, werden an der Schnittstelle der beiden ingenieurswissenschaftlichen Fachbereiche 1 & 2 innovative digitale MINT-Curricula entwickelt. Der Fokus wird hierbei auf der Studieneingangsphase liegen. Das Ziel hierbei ist, den Fokus weg von Lehrendenzentrierung hin zu mehr Studierendenzentrierung sowie -beteiligung zu lenken.

Studieren in individuellem Tempo (Teilprojektleitung Prof. Katrin Dziergwa & Prof. Katharina Simbeck):

Die Grundlagenlehrveranstaltungen der Fachbereiche 3 & 4 stellen die Lehrenden aufgrund ihrer hohen Anzahl an sowie der Diversität der Teilnehmer_innen vor große Herausforderungen. Durch die Diversifizierung von Bildungswegen verfügen Studierende über unterschiedliche Voraussetzungen, was in einem Bedarf an mehr inhaltlicher und zeitlicher Flexibilität der Studienangebote resultiert, wodurch die verschiedenen Voraussetzungen auch curricular Beachtung finden. Im Rahmen des Curriculum Innovation Hub werden individualisierte Lernpfade innerhalb der Module entwickelt, sodass die unterschiedlichen Teilnehmer_innen der Grundlagenlehrveranstaltungen die notwendigen Kompetenzen besser und schneller erwerben können.

Mixed Reality und Co-Creation für multiple Lernszenarien (Teilprojektleitung Prof. Regina Frieß & Prof. Alexander Müller-Rakow & Prof. Andreas Ingerl):

Die Möglichkeiten Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) basierter Kollaborationsformen werden in der Hochschule der Zukunft eine zentrale Rolle bei digitalen Lehr-Lern-Konzepte spielen. Durch die Nutzung von Mixed Reality-Szenarien (MR) werden die simulative Vermittlung komplexer Zusammenhänge und erfahrungsbasiertes Training ermöglicht. Die FB 4 & 5 werden sich auf diese innovativen Konzepte fokussieren und in den Curricula zukunftsweisend weiterentwickeln. Durch MR-Szenarien können Studierende und Lehrende in einem virtuellen Raum zusammenkommen und interagieren, wobei mehr das gemeinsame Entwickeln von Ideen zentral ist, als die Simulation. Für hybride Lehrformate, wird die MR-Lehrumgebung mit einem realräumlichen Lehrraum verknüpft.

Innovatives Lernraumdesign (Teilprojektleitung Prof. Katja Ninnemann & Prof. Pelin Celik & Prof. Jona Piehl)

Digitalisierungskonzepte in der Lehre werden den Lernraum Hochschule und zukünftige Campusentwicklungsmaßnahmen grundlegend verändern. Dies zeigen aktuelle Forschungserkenntnisse zu Innovationsprozessen bei der räumlichen Gestaltung von hybriden Lernumgebungen und die Erfahrungen, die während der Corona-Pandemie gemacht wurden. Daher bedarf es der Entwicklung von innovativen Strategien zur räumlichen Gestaltung und hochschulweiten Umsetzung von blended Learning-Formaten. In einem mehrstufigen Verfahren wird dieses Teilprojekt innovative Gestaltungsprozesse und Settings für hybride Lehr-/ Lernumgebungen entwickeln. Didaktische, räumliche, technologische und organisatorische Perspektiven werden dabei zusammengeführt und für hybride Lehr-Lernformate mitgedacht. Im Rahmen des Curriculum Innovation Hubs werden zudem Studierende eingebunden, um alle Aktivitäten mitzugestalten. Die Student Curriculum Coaches arbeiten gemeinsam mit den Curriculum Coaches auf Fachbereichsebene wie auch bei den zentralen Innovationsthemen, wo sie ihre studentische Expertise und Erfahrung einbringen. Zusätzlich zu den vier Teilprojekten, die jeweils an zwei Fachbereichen verankert sind, werden durch die Bereiche elektronische Prüfungen, Wirkungsanalyse und Evaluation sowie Community Building, wirksame Rahmenbedingungen für blended Curricula geschaffen.

Elektronische Prüfungen (Teilprojektleitung: Angela Weißköppel):

Im Rahmen dieses Teilprojekts wird die technologische Basis für elektronische Prüfungen rechtssicher verfeinert und didaktisch weiterentwickelt, weswegen innovative Prüfungskonzepte in allen Curriculum-Projekten integraler Bestandteil sein werden. Durch die Ansiedelung des Themenschwerpunktes am Hochschulrechenzentrum und am Lehrenden-Service-Center werden inspirierende Praxisbeispiele für alle Lehrenden der HTW Berlin und darüber hinaus geschaffen.

Wirkungsanalyse und Evaluation (Teilprojektleitung Angela Weißköppel & Heike Zillmann):

Digitales Lehren und Lernen soll zukünftig stärker evidenzbasiert weiterentwickelt werden, als bisher, um zugleich die beantragten Vorhaben auf seine Wirkungsweisen hin systematisch zu untersuchen. Daher wird im Rahmen des Curriculum Innovation Hubs das Thema Wirkungsanalyse und Evaluation an der Schnittstelle des Zentralen Referats Hochschulentwicklung und Qualitätsmanagement (HE & QM) und des Lehrenden-Service-Centers intensiv konzeptionell weiterentwickelt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Weiterentwicklung der Evaluation des digitalen und hybriden modulbezogenen Lehr-und Prüfungserfolgs an der HTW Berlin.

Community Building (Teilprojektleitung Angela Weißköppel):

Der Curriculum Innovation Hub soll zu einem Knotenpunkt werden, der verschiedene Akteur_innen der HTW Berlin und darüber hinaus vernetzt und zu einem produktiven Zusammenwirken wird. Daher ist es wichtig, die Entwicklung dieses Netzwerks und damit das Community Building mit geeigneten Maßnahmen zu begleiten. Virtuell und persönlich, wird eine Kommunikations- und Kollaborationsplattform geschaffen. Die Kommunikation mit und der Austausch in der Community wird begleitet, moderiert und durch Impulse angeregt sowie am Laufenden gehalten.

Projektlaufzeit

01.08.2021 - 31.07.2024

Projektleitung

Projektmitarbeiter_innen

Mittelgeber

Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Förderprogramme

Hochschule durch Digitalisierung stärken